Publikationen 2012

Formale Modellierung von Komponenten und Abhängigkeiten zur Konfiguration von Product-Service-Systems
Aus der zunehmenden Verflechtung von Produkten und Dienstleistungen zu gemeinsamen Angeboten – sogenannten Product-Service-Systems (PSSs) – folgen hinsichtlich der Modellierung dieser Systeme verschiedene Anforderungen. Mit steigender Komplexität der PSSs ist beispielsweise die softwaretechnische Unterstützung zur Zusammenstellung individueller Angebote, sogenannter Konfi-guratoren, von großer Bedeutung. Voraussetzung für den Einsatz von Konfigura-toren ist zunächst die Beschreibung der Struktur der Produkte und Dienstleistun-gen. Darüber hinaus sind die komplexen logischen Verflechtungen zwischen diesen beiden Strukturen zu definieren. Der nachfolgende Beitrag entwickelt aus-gehend von einer existierenden Modellierungsmethode für Dienstleistungen eine ganzheitliche Beschreibungssprache für PSSs. Ausgehend von Untersuchungen zu Interdependenzen innerhalb von PSSs werden formal spezifizierte Regeln aufge-stellt, mit denen sich diese Abhängigkeiten beschreiben lassen.
Formalisierung von Regeln zur Darstellung von Abhängigkeiten zwischen Elementen von Product-Service-Systems
In diesem Bericht werden beispielhaft Regeln, die bei der Modellierung von Product-Service-Systems (PSSs) Abhängigkeiten zwischen einzelnen Elementen beschreiben, dokumentiert und mittels prädikatenlogischer Ausdrücke formalisiert. Die Regeln sind sowohl aus der wissenschaftlichen Literatur zu PSSs abgeleitet als auch im Rahmen von Workshops mit Praxispartnern entwickelt worden. Zur praktischen Anwendbarkeit wurde ein Prolog-Listing entwickelt, welches ein Beispielportfolio sowie die Regeln enthält. Mit Hilfe dieser Anwendung kann die Gültigkeit der Regeln geprüft werden.
Formales Metamodell für Dienstleistungskomponenten
Die aus dem Industrial und Software Engineering bekannten Konzepte der Modularisierung lassen sich auch in der Dienstleistungsdomäne nutzen, um deren Komplexität beherrschbar zu machen. Dazu werden in diesem Artikel formale Konzepte spezifiziert, mit denen sich Dienstleistungskomponenten definieren lassen. Darauf aufbauend wird auf die kundenindividuelle Konfiguration der Komponenten eingegangen, bei der sich an kundenspezifische Anforderungen angepasste Dienstleistungen aus Komponenten erstellen lassen.
A Comparative Survey of Business Process Similarity Measures
Similarity measures for business process models have been suggested for different purposes such as measuring compliance between reference and actual models, searching for related models in a repository, or locating services that adhere to a specification given by a process model. The aim of our article is to provide a comprehensive survey on techniques to define and calculate such similarity measures. As the measures differ in many aspects, it is an interesting question how different measures rank ``similarity'' within the same set of models. We investigated, how different kinds of changes in a model influence the values of different similarity measures that have been published in academic literature. Furthermore, we identified eight properties that a similarity measure should have from a theoretical point of view and analysed how these properties are fulfilled by the different measures. Our results show that there are remarkable differences among existing measures. We give some recommendations which type of measure is useful for which kind of application.