Archiv für den Monat: April 2014

Jerusalem in acht Tagen – Abreise und Fazit

Der Dienstag steht an und das heißt für mich Abschied nehmen von Jerusalem und Israel. Zunächst aber gilt es noch, von Jerusalem aus zum Ben-Gurion-Flughafen zu kommen. War ich bei der Hinreise noch auf das Sammeltaxi angewiesen, stand mir diesmal die große weite Welt der Überlandbusse offen. Dazu geht es vom Busbahnhof in Jerusalem los. Das Innere des Busbahnhofs kann man sich ungefähr wie ein viel zu kleines Ameisennest, in das jemand hinein gestochen hat, vorstellen. Ein Gewimmel von Menschen, das zum Ende der Ferienzeit wieder in die verschiedensten Richtungen muss; darunter eine Menge von Soldat_innen. Trotz allem ist das Ticket schnell gekauft und mit nur 25 Schekel auch deutlich billiger als das Sammeltaxi. Weiterlesen

Jerusalem in acht Tagen – Tag 7

Am siebenten und letzten richtigen Tag stand nochmal ein bisschen Kultur auf dem Programm. Heute ist sogar ein ganz besonderer Tag, denn es ist nicht nur Ostermontag sondern auch der letzte Tag des Pessach-Festes. Dass Ostern und Pessach zusammenfallen, passiert nur alle Jubeljahre mal wieder, da sich der jüdische Mondkalender von unserem westeuropäischen Kalender unterscheidet. Im Gegensatz zum christlichen Ostern spielt das jüdische Pessach aber eine weit größere Rolle, denn es ist wieder Sabbat angesagt. Zum Glück hat allerdings das Israel-Museum an diesem Montag noch auf. Und noch viel glücklicher ist der Umstand, dass es sich direkt in der Nähe unserer Wohnung befindet. Weiterlesen

Jerusalem in acht Tagen – Tag 5 und 6

Am fünften Tag war schon wieder Samstag und damit dank der glorreichen Feiertagsregelung des Staates Israel Sabbat halten angesagt. Nichts leichter als das, denkt sich der Reisende und macht das, was viele Jerusalemer_innen zum Sabbat machen: in den Park gehen. Denn im Gegensatz zu den ganzen Museen etc. sind Parks und Grünanlagen offen und ein beliebtes Ausflugsziel. Konkret haben wir den Militärfriedhof und den Mount Herzl direkt vor der Haustür, also bietet sich ein Besuch dort natürlich an. Auf dem Militärfriedhof finden sich eine Reihe von Denkmälern für gefallene Jüdinnen und Juden in den verschiedenen Kriegen; angefangen vom zweiten Weltkrieg bis hin zu den aktuellen Auseinandersetzungen der IDF. Weiterlesen

Jerusalem in acht Tagen – Tag 3 und 4

Der dritte Tag stand ganz im Zeichen des Tower-of-David-Museums. Hier gibt es einige interessante Details zur Geschichte Jerusalems zu entdecken. Das Museum selbst ist im Davidsturm untergebracht und damit schon architektonisch recht ansprechend. Zunächst geht es auf das Dach und damit auf einen der höchsten Punkte der ganzen Altstadt Jerusalems. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die verschiedenen Stadtteile und über die Neustadt. Hier zeigt sich auch sehr schön, dass auch in den Neubaugebieten recht ansprechend gebaut wird, kommt doch das gleiche Baumaterial zum Einsatz wie in der Altstadt. Weiterlesen

Jerusalem in acht Tagen – Tag 1 und 2

Am ersten richtigen Jerusalem-Tag heißt es zunächst etwas länger ausschlafen, um dann frisch gestärkt in das Abenteuer Jerusalem zu starten. Zum Stärken gehört ja normalerweise auch, dass es erst mal die touristischen Klassiker gibt: auf in den Supermarkt und Wasser gekauft. Das stellt sich allerdings in Jerusalem an einem religiösen Feiertag (um nicht zu sagen: einem der religiösen Feiertage schlechthin) als nicht ganz so einfach heraus. Das ist ein bisschen wie Sonntag. Nur schlimmer. Es hat tatsächlich alles zu, was irgendwie jüdisch ist. Kein Späti, keine Tankstelle, nichts. Aber auch hier helfen uns wie schon am Vortag die Araber wieder. Denn die haben auf. Es ist allerdings schon ein kleiner Fußmarsch von Mount Herzl bis man fast in der Altstadt auf die ersten durch Araber geführten Geschäfte trifft. Und den muss man auch per Fuß gehen, denn ÖPNV gibt es am Feiertag auch nicht. Weiterlesen

Jerusalem in acht Tagen – Anreise

Shalom und herzliche Grüße aus Jerusalem. Na noch nicht ganz; erst mal muss der Hinflug geschafft werden und, dass man nach Israel einreisen darf. Da ist man natürlich als Allein reisender Junge über 30 schon mal jemand, der aus dem Raster fällt. Wenn man dann noch bei zwei einem bis dahin unbekannten Mädels irgendwo in Jerusalem nächtigt, kann man sich sicher sein, dass man zur Extrakontrolle wird. Ich habe also das Ahmed-Mustafa-Los gezogen und durfte mich mit vier weiteren Leuten einreihen, um Fragen zu beantworten ala: Was ich in Israel will, wo ich übernachte, was ich zu Hause mache, wie mein Vater heißt etc. p. Aber alles in netter und entspannter Atmosphäre, so dass eigentlich nie Stress entsteht. Nachdem der Inhalt meines Handgepäcks dann einzeln durchsucht wurde, war auch schon alles geschafft und es konnte ab Richtung gelobtes Land gehen. Weiterlesen