New York – Tag 3 und 4

Am Samstag stand zunächst der Süden Manhattans an, um ein paar schöne Bilder der Skyline zu machen. Im Gegensatz zum Rest der Stadt gibt es dort sogar einige ruhige Ecken, an denen man die Sonne genießen kann und keinen (ok kaum) Verkehr hört. Von der South Street aus hat man einen sehr schönen Blick über Manhattan und auch über die Brücken, die die anderen Stadtteile verbinden. Für die gestressten Bewohner_innen gibt es hier sogar ein paar Sitzgelegenheiten, auf denen man sonnen kann. Von hier aus gibt es dann auch mit der Freiheitsstatue das Wahrzeichen New Yorks zu sehen.

Danach ging es dann direkt mit der nächsten Tour weiter: Lower Manhattan. Die All in one Downtown Manhattan Tour hat einen ersten Überblick über den gesamten südlichen Teil der Insel gegeben; die Lower Tour mit etwa 2,5 Stunden kann sich dann mehr Zeit für die einzelnen Sehenswürdigkeiten und geschichtlichen Daten nehmen. Unser Guide, Reneé, war eine lustige reninte ältere Dame, die die Tour sehr unterhaltsam gestaltet hat. Viel gelernt aber auch viel wieder vergessen. Ein interessantes Detail allerdings war die Geschichte zur Architektur der ehemaligen World-Trade-Center-Zwillingstürme. Denn diese waren nicht nur von islamischer Symbolik durchsetzt; der Architekt – Minoru Yamasaki – war der Haus- und Hofarchitekt der saudi-arabischen Königsfamilie. Die nichtreligiöse Nutzung dieser Symbole soll wohl auch einer der Gründe gewesen sein, aus denen die Türme dann schlussendlich attackiert wurden.

Neben den ganzen interessanten Sehenswürdigkeiten war das Highlight der Tour wohl das 9/11 Memorial. Der Eintritt ist kostenlos aber man muss als normale_r Besucher_in ein bisschen Zeit mitbringen. Zum Glück sind wir auf einem Gruppenticket gefahren und konnten uns daher die ganz lange Schlange sparen. Wie bei allen größeren Sehenswürdigkeiten herrscht auch hier größere Sicherheitsstufe, so dass auch der Gürtel beim Gehen durch den Metalldetektor nicht unbemerkt bleibt. Also nochmal ohne Gürtel durch und alles sieht schon viel besser aus.

Das Memorial selber ist dann schon ziemlich beeindruckend. Obwohl in NY sonst alles etwas größer ist als im Rest der Welt hat man hier schon das richtige Maß gefunden. Im Mittelpunkt stehen die Fußstapfen der beiden zerstörten Zwillingstürme, die jetzt in Form von Pools angelegt sind. Am Rand jeden Pools stehen die Namen der Opfer der 9/11-Anschläge. Besonders in den Abendstunden ist das ein ziemlich beeindruckendes Mahnmal mit der richtigen Mischung aus Informationen und Erinnerung.

Ganz anders dann der heutige Sonntag. Mit ROH Final Battle 2012 stand mein persönliches Highlight im Hammerstein Ballroom an. Und es war eine fantastische Wrestling-Show, die die gut vier Stunden wie im Flug vergehen lassen hat. Vor der eigentlichen Show gab es noch eine Autogrammstunde, die ich als Oberfan natürlich mitgenommen habe. Interessant zu sehen, wie nett die bösen Jungs Autogramme geben und einem eine schöne Show wünschen. Besonders die Briscoes waren erfreut, dass ich den weiten Weg von Deutschland auf mich genommen habe und nur zu ROH gehe und nicht zur WWE-Show, die am Abend stattfindet. In der Halle dann eine tolle Atmosphäre und die zweite Reihe ist tatsächlich richtig nahe am Geschehen. Das muss ich irgendwann mal wiederholen.

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